Neugier - Herausforderung - Erfahrung

Betrügerische Rechnungen und Abofallen erkennen

Als Unternehmer erhalten Sie häufig betrügerische oder zumindest fragwürdige Rechnungen und/oder andere Schreiben. Dies passiert insbesondere, wenn Sie oder Ihre Firma in einem öffentlichen Register aufgeführt sind, dem Ihre Daten leicht entnommen werden können. Besonders beliebt sind hier das Handelsregister und die Register der Markenämter.

Mit solchen Schreiben ist vor allem in Zeiträumen zu rechnen nach der Eintragung einer Neugründung im Handelsregister und/oder der Anmeldung einer Marke; bei Marken sind es auch die Verlängerungstermine, die solche Schreiben provozieren.

Entsprechende Warnungen sprechen auch das Deutsche Patent und Markenamt (DPMA), das Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) und die World Intellectual Property Organization (WIPO) aus. Auch zahlreiche ausländischen Patent- und Markenämter sprechen ähnliche Warnungen aus, so zum Beispiel für Österreich, für die Schweiz und für die USA.

Derartige Schreiben machen oft einen amtlichen Eindruck - manchmal sind sie sogar im Design professioneller als die echten amtlichen Rechnungen.

Häufig sind das auch verkappte Angebote für irgendwelche Dienstleistungen, die als essentiell notwendig dargestellt werden, es aber nicht sind. Solche Angebote werden gerne in Zeiten mit hohem Arbeitsstress, z.B. vor Weihnachten oder anderen Feiertagen oder Urlaubszeiten, versandt. Dabei wird der Eindruck erweckt, dass der Auftrag bereits erteilt sei und jetzt nur noch die Korrektheit der Daten bestätigt werden müsse. In der Regel erteilen Sie damit aber nicht nur einen einzelnen Auftrag, sondern schließen ein Abonnement für mehrere Jahre ab (Abofalle).

In letzteren Fällen ist es oft mühsam, sich juristisch gegen die Forderungen zu wehren.

Wenn Sie solche Rechnungen Schreiben erhalten und sich nicht sicher sind, ob sie authentisch bzw. seriös sind, können Sie mir diese gerne per E-Mail zusenden, ich werde Ihnen dann meine Einschätzung mitteilen.